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Montag, 9. März 2015

Zeitreisenparadoxon

Als ich gestern eine Folge der Serie Big Bang Theory gesehen habe, in der die Hauptfigur Sheldon kurz über Zeitreisen sprach, kam mir der Gedanke. In der Episode "Die Leuchtfisch-Idee" (The Luminous Fish Effect) aus der Staffel 1 sagte Sheldon sinngemäß: "Ich habe das Problem mit Zeitreisen gelöst. Wenn ich irgendwann mal eine Zeitreisemaschine erfinde, reise ich in die Vergangenheit und schenke sie mir. Damit umgehe ich die Notwendigkeit sie erfinden zu müssen".

Der Gedanke ist gut. Allerdings kommt es dann zu einer veränderung der Zeitleiste. Wir denken linear. Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft sind alle auf einer Linie nachfolgend. Wir können also nicht einfach so zu einem früheren Zeitpunkt wechseln oder in einen zukünftigen.

Was passiert also, wenn man ein früheres Ereignis ändert. Dann würden alle nachfolgenden Ereignisse anders ablaufen als man sie kennt. Man kennt also die Zukunft. Bestes Beispiel dafür sind die SciFi-Klassiker "Zurück in die Zukunft". Dort tritt genau das ein. Marty McFly "manipuliert" die Vergangenheit. Durch eine verkettung von Umständen sorgt er dafür, dass sein Vater Biff k.o. schlägt und somit seinen Respekt bekommt.
In Teil 2 läuft das ganze dann etwas anders wie erwartet in die Zukunft. Der alte Biff greift in die Geschichte ein und schenkt seinem jüngeren Ich deine Sportheft mit allen Ergebnissen. Somit kann be Sportwetten nichts mehr schiefgehen und der junge Biff wird steinreich.

Eine andere Szene gibt es in dem Film "Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit". Ebenfalls ein SciFi-Klassiker, wenn auch nicht ganz so bekannt. Dort treffen die beiden auf sich selber und erinnern sich gegenseitig an Situationen, die sie in ihrer Zukunft erleben bzw. bereits erlebt haben. Um den Verlauf der Geschichte nicht zu verändern.

Stellen wir uns folgende Frage: Was wäre, wenn ich mir selber eine Nachricht schicken würde - in meine Vergangenheit - die besagt, dass ich diesen Text nicht schreiben soll, komme was wolle. ?

Würdet ihr ihn dann jetzt noch lesen? Man könnte annehmen, dass ich meine eigene nachricht ignoriert abe und dennoch den Text schreibe. Oder aber das die Zeitlinie noch nicht verändert wurde und ich mir somit noch gar keine Nachricht schicken konnte.

Ich vermute mal, dass es ir einfach in der Zukunft noch nicht gelungen ist, eine Zeitreisemaschine zu erfinden.


Wer mehr lesen will, dem sei dieser Blogbeitrag ans Herz gelegt:Zeitreise ... hin und zurück oder sind wir wirklich frei?

Freitag, 14. November 2014

Lange Leitung (damals bis heute)

Ich nutze gerade ein paar Minuten freie Zeit im Büro bevor es zum nächsten Kundenauftrag geht. (und das am Freitag um 17Uhr...). Egal.. ich erinnere mich an eine Situation zu meiner Schulzeit.

Es war 9. oder 10. Klasse. Nach der Schule standen wir noch etwas vor der Schule (also vor dem Gebäude) und redeten miteinander. Wir waren ca. 8 Schüler. In dem Gespräch - worum es ging weiß ich nicht mehr - schweiften meine Gedanken etwas ab. Ich träumte ein wenig vor mir her und ließ die Gedanken schweben, kommen und gehen. Starrte ins Leere.

Irgendwann, nach ein paar Minuten kam ich wieder zu mir und lauschte den Worten der anderen. Was ich noch wahrnahm, waren Worte "... habe ich abgenommen". Irgendwie assoziierte ich mit diesen letzten Worten des Satzes einen alten Witz. Zugegeben, der Witz war damals schon sehr alt und nicht witzig. Dennoch warf ins allgemeine Wortgetümmel (basierend auf der letzten Aussage "...habe ich abgenommen": "Ja, meine Oma hat auch abgenommen ... (Pause) .... den Telefonhörer".

Allgemeine Schweigepause...

Jeder, der so eine Situation schonmal erlebt hat, in der ein denkbar schlechter und flacher Witz losgelassen wurde, kennt das. Aber ich hatte Glück... kaum jemand interessierte sich für diesen blödsinnigen Beitrag, der auch noch völlig aus dem Zusammenhang war.

Bis auf einer. Ein Klassenkamerad blickte mich an. Starrte mich an. Ich dachte nur "ok... der war nicht lustig... gehen wir zum nächsten Thema über" (was die anderen bereits auch taten und fleißig weiter über irgendwas sprachen).
Ich wurde unterdessen immer noch direkt aus zwei großen runden Augen angestarrt. Ich versuchte es zu ignorieren, doch es gelang mir nur teilweise. Meine Gedanken kreisten nur darum "jaha... ich habs verstanden... mein Spruch war nicht lustig.".

Nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren in der Tat 45 Sekunden) (nochmal in Zahlen: "45" und in Worten "Fünundvierzig" SEKUNDEN) die ich von dem Kerl angestarrt wurde platzte es endlich aus ihm heraus. Er verdrehte die Augen und lachte los. Hielt sich den Bauch vor Schmerzen und brüllte in einer Tour.
Alle drehten sich zu ihm um und guckten ihn völlig verwundert und baff an. Weil niemand einen Scherz in den letzten Sekunden des allgemeinen, weitergeführten Gesprächs gemacht hatte, wusste niemand, warum der eine Lacht.

Die Erklärung ist so simpel, dass sie sowohl blöd als auch komisch ist: er lachte über meinen ach so flachen Witz für 45 Sekunden (!!!) "meine Oma hat auch abgenommen .... den Telefonhörer".

Eine so lange Leitung hatte ich vorher noch nie gesehen. Es hat unbeschreibliche 45 Sekunden gedauert bis er den Witz verstanden hat. Wahnsinn!! (und dabei war dieser Witz so flach wie der Mount Platti auf Melmac (ALF - wikipedia)

Heute würde ich sagen, dieser blöde Spruch von damals gehört zu den Witzen, über die man 3x lacht:
1. wenn man ihn erzählt bekommt
2. wenn man ihn erklärt bekommt
3. nachts wenn man aufwacht und ihn verstanden hat

In diesem Sinne... gute das es inzwischen Funktelefone gibt.

Sonntag, 5. Oktober 2014

100 Jahre Erster Weltkrieg - ein kleiner Rückblick

Dieses Jahr ist es soweit: vor rund 100 Jahren begann der erste Weltkrieg. Was weißt du darüber? Was solltest du noch wissen?
Auf stern.de gibt es eine kleine Übersicht mit nützlichen Informationen dazu.

Anfang, Ende und Ergebnis des Ersten Weltkrieges sind weithin bekannt. Doch darüber hinaus gibt es jede Menge weitere Informationen und Details, die (noch) nicht jeder kennt.


WebLink

Donnerstag, 29. Mai 2014

Alte PCs

Würde ein Neandertaler uns als Zauberer oder Hexer ansehen, wenn wir mit einem Gewehr schießen würden? Vermutlich.
Würde uns ein Ritter als solchen ansehen, wenn wir mit einem Handy telefonieren? Sehr wahrscheinlich.
Würde uns ein Kind für verrückt halten, wenn wir ihm eine FloppyDisk zeigen würden? JA!

Seht selbst, wie Kinder mit der IT-Technik aus den 1970er umgehen. Diejenigen von euch, die noch DOS, Disketten und Schwarz/Weiß-Monitore kennen,  können sich auf lustige und interessante Antworten und Gesten freuen.
Für den Rest.... ja, es gab diese Zeit wirklich!

Seht selbst:


WebLinks:


Dienstag, 13. Mai 2014

Zeitreise ... hin und zurück oder sind wir wirklich frei?


Uns wird immer gesagt, wir seien frei in unserem Handeln. Sind wir das wirklich? Betrachten wir einmal die Zeit. In vielen SciFi-Filmen sind Zeitreisen völlig normal. Es wird aber auch immer betont, dass man die Vergangenheit nicht ändern darf. Bestes Beispiel dafür ist der Klassiker "Zurück in die Zukunft". In diesem SciFi-Abenteuer wird die Vergangenheit unbeabsichtigt verändert und das Chaos nimmt seinen Lauf. Verzweifelt die Geschichte wiederherzustellen geraten die Protagonisten immer tiefer in eine Spirale.

Wenn das jetzt bedeutet, dass wir unsere Vergangenheit nicht verändern dürfen, dann würde es ja bedeuten, dass unser Handeln nicht frei ist. Wir sozusagen nur eine Wahl haben wie wir uns entscheiden.

Bevor es nun richtig losgeht, wollen wir noch ein andere Beispiel nehmen. Die Filme "Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit" und "Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft" beschreiben etwas, das diese Theorie bestätigt. Die beiden Hauptpersonen reisen in einer Telefonzelle durch die Zeit und treffen früher oder später auf ihr eigenes Ebenbild.  Die beiden aus der Zuunft erinnern ihre Gegenparts aus der Vergangenheit an etwas, dass sie noch tun müssen, da sonst die Geschichte verändert wird.
Ergo sind sie nicht frei in ihrem Handeln.

Nun einmal zu einer Theorie von mir.
Für uns ist die Zeit etwas lineares. Wir können nicht links oder rechts, schon gar nicht zurück sondern immer nur nach vorne (in die Zukunft).

linearer Zeitverlauf einer Person

Jede unserer Handlungen würde am Verlauf der Zeit nichts ändern. Sie würde dennoch immer (bildlich) gerade aus gehen.

Jede Entscheidung die wir treffen, wirkt sich auf alles weitere unsers Lebens aus. Nicht nur auf unser eigenes, sondern auch auf das aller anderen. Früher oder später zumindest.
Ein Zeitverlauf mit vielen Entscheidungen und Entscheidungsmöglichkeiten, könnte bildlich so aussehen.
Zeitverlauf mit Verzweigungen (Entscheidungen)

Da wir wissen, dass Entscheidungen jeder Art Einfluss auf unser weiteres Leben haben, könnten wir eine extrem komplexe Zeichnung anfertigen. Pro Minute gibt es für uns fast unendlich viele Möglichkeiten wie wir uns entscheiden, was wir tun, sagen oder wie wir handeln.

Was, wenn wir aber doch nicht frei in unserem Handeln sind?
Wie zu Beginn bereits erwähnt, werden in Filmen die eigenen Charaktere der VErgangenheit auf Ereignisse hingewiesen, wie sie sich dort verhalten sollen. Auch wird man immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie man sich zu verhalten hat bevor man eine Zeitreise antritt.
Wenn uns nun gesagt wird wie wir uns verhalten sollen, wie wir zu handeln haben, dann sind wir doch gar nicht frei, oder?

Stellen wir uns vor, wir selber treten eine Reise in unsere Vergangenheit an.Wir starten heute und gehen ein paar Jahre zurück. In unsere Kindheit.
Wir sehen uns, wir dürfen aber nicht ins Geschehen eingreifen. Wenn wir es täten, könnte die Gefahr bestehen, das der Ablauf der Zeit verändert wird. Somit wird unser Ich von damals nicht das Leben führen wie wir es gelebt haben. Demnach gibt es uns in der Zukunft von damals nicht in Form der Person wie wir sie jetzt kennen, nämlich uns selbst. Es gibt die PErson die so aussieht wir wir, so heißt wie wir,... aber die Persönlichkeit ist eine andere. Stellt sich die Frage: ist es wirklich eine andere Person oder nur eine andere Persönlichkeit?

Was passiert, wenn die Person von damals älter wird und unser jetziges Alter (von heute) erreicht. Dann macht diese Person eine Zeitreise in die Zukunft und trifft uns in ein paar Jahren. Aber wir können es ja nicht sein da unsere bekannte Zeit verändert wurde. Also trifft die Person eine Person die uns ähnlich ist. Nur welche? Wenn wir annehmen, dass wir zu jedem beliebigen Zeitpunkt in die Vergangenheit reisen können und wir weiter annehmen, dass wir schlimmstenfalls bei jeder Reise etwas verändern, könnte es eine fast unendliche Anzahl unserer selbst geben. Immer in neuen Variationen.
Wir in unterschiedlichen Zeitsträngen und unterschiedlichen Variationen
 Jede Variation von uns hat eine eigene Vergangenheit aber unzählige Möglichkeiten einer Zukunft.
unzählige Zeitliche Variationen
Alle unserer Persönlichkeiten haben einen gemeinsamen Ursprung. Man könnte ihn auch Geburt nennen. Dort, in dem Zustand, treffen wir noch keine wirklichen entscheidungen sondern werden von unseren Instinkten gelenkt. Diese können wir (noch) nicht beeinflussen. Der Zeitpunkt unserer ersten eigegen Entscheidung ist nicht festzustellen. Aber ab dem Moment, könnten wir den oberen grafischen Verlauf auslösen. Und wir tun es auch.

Wenn wir also eine Zeitreise in unsere Vergangenheit unternehmen, treffen wir auf uns selbst. Damit unser eigenes Leben der Person von damals so verläuft wie wir es gelebt haben, dürfen wir nichts unternehmen was den zeitlichen Verlauf oder unsere Entscheidungen beeinflusst. Wir schränken uns sozusagen selber ein.

DIe Lehre, das wir frei sind in unseren Entscheidungen, ist damit hinfällig. Wenn wir uns aber nicht um den zeitlichen Verlauf kümmern, könntenwir wieder eigenständig handlen ohne jegliche Bedenken.
Jeder redet davon die Zukunft zu verändern. Fangen wir doch einfach bei uns selber an.