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Donnerstag, 24. August 2017

Schule ... Hurra

Wer von euch hat sich als Kind nach den Sommerferien wieder auf die Schule gefreut? Ich vermute mal: keiner. Zumindest nur die allerwenigsten (Streber !!).
Und doch wollen findige Produktvermarkter uns glauben machen, dass wir allen Grund zur Freude hätten. Oder die Kinder von heute.

Passend dazu habe ich einen Newsletter von Gucci bekommen. In der auch Bekleidung für unsere liebsten kleinen angeboten ...angepriesen...aufgedrängt wird.

Ganz ehrlich? Wenn ich mir vorstelle in diesen Klamotten zur Schule gehen zu müssen..würde ich auch so gucken...


Donnerstag, 6. Oktober 2016

Keine Zeit für die Schule

Wenn man rechnet, bleibt als Schüler für die Schule eigentlich gar keine Zeit.

Das Jahr hat 365 Tage. Nachts ist kein Unterricht, fällt also ein 1/3 weg, bleiben noch 243 Tage. Nachmittags ist i.d.R. auch kein Unterricht, fällt also wieder 1/3 weg. Wenn wir etwas runden, bleiben dann noch 162 Tage übrig. Davon sind 52 Sonntag, ergibt noch 110 Tage. Dann kommen noch maximal 13 Feiertage dazu, bleiben also nur noch 97 Tage. Man darf die Ferien nicht vergessen (knapp 90 Tage), verbleiben also noch ganze 7 Tage. Und da Kinder auch öfter krank sind .... = 0 Tage Zeit für die Schule.

Für alle, die den Text nicht lesen wollten:

Das Jahr hat365 Tage
kein Unterricht in der Nacht- 1/3= 243 Tage
kein Unterricht i.d.R. nachmittags- 1/3= 162 Tage
Sonntage- 52= 110 Tage
max 13 Feiertage- 13= 97 Tage
Ferien- 90= 7 Tage
Krankheit- 7= 0 Tage

Mittwoch, 6. Juli 2016

Erprobte Methoden für einen Spickzettel


Ich vermute, und behaupte, dass jeder sich mal einen Spickzettel gemacht hat. Auch wenn nicht bewusst war, dass es einer ist (siehe Absatz oben).
Wie aber wendet man nun einen Spickzettel richtig an?

Methode 1: der Klassiker "das Löschblatt"
Das einfachste und unscheinbarste Versteck ist immer so nah wie möglich an der Realität. Wer von Beginn an - und ich meine wirklich von Beginn - an ein Löschblatt verwendet, bei dem fällt es in der Prüfung auch nicht mehr wirklich auf. Und so kann man mit einem dünnen Bleistift sehr leicht die Notizen drauf schreiben, die man nicht weiß.
Aber Vorsicht: immer nur auf eine Seite - niemals auf beide ! Kommt der Lehrer in die Nähe, kann man es geschickt umdrehen und man hat ein sauberes, leeres Löschblatt

Methode 2: der Drehkugelschreiber
Wer in der Schule mit Kugelschreiber schreiben darf, kann einen Vorteil haben. Bestimmt kennst du sie, die Kugelschreiber, die bei jedem Klicken eine andere Notiz in einem kleinen Fenster anzeigen. Diese kann man austauschen und durch seine eigenen ersetzen.
Nachteil: sehr wenig Platz

Methode 3: Unter dem Schuh
Zugegeben, diese Methde ist etwas schwierig und erfordert ein wenig Geschick. Man schneidet den Spickzettel so zurecht, dass er genau unter den Schuh passt. Jetzt braucht man nur hin und wieder nach unten gucken und hat alles was man braucht.
Nachteil: Man muss recht groß schreiben (oder sehr gute Augen haben) und somit relativ wenig Platz
Vorteil: Selbst wenn man vom Lehrer merkwürdig angeguckt wird... man kann getrost aufstehen und "beweisen" das nichts da ist. Solange man den Fuß nicht anhebt!

Methode 4: Unter dem Lineal
In Mathe z.B. eignet sich das hervorragend. Einfach einen Zettel auf die Unterseite des Lineals kleben.

Methode 5: Unter der Hand (im Pulloverärmel)
Im Grunde das gleiche wie unter dem Lineal, nur eben unter der Hand. Man muss ihn nur so halten, dass man im Notfall den Zettel schnell in den Ärmel schieben kann.

Methode 6: Zwischen den Postern
In Klassenräumen, in denen viele Poster an der Wand hängen, kann man einfach mal das eine oder andere "Poster" hängen. Sollte man nur früh genug machen, damit sich der Lehrer an den "Anblick" gewöhnen kann. Macht man es erst am Tag der Prüfung, so fällt es eher auf

Bitte merkt euch aber eins: wer spickt und erwischt wird, hatselber Schuld! Spicken auf eigenes Risiko.

Weiterführende Link: Die Kunst des Spickens (Film)

Spickzettel - Warum macht man einen?

Mein Lehrer hat uns damals in der Schule vor einer Klassenarbeit immer gefragt wer sich einen Spickzettel gemacht hat. Irgendwie war ich immer der einzige der sich gemeldet hat. Und seine Antwort: Sehr gut.

Warum hat er das gesagt?

Die Antwort liegt eigentlich klar auf der Hand, man macht sich nur nie Gedanken darüber.

Warum ein Spickzettel?

Wir gehen mal zurück zum Anfang. Der Lehrer kündigt eine Klassenarbeit an. Ab dem Tag - spätestens - sollte sich jeder Schüler mit den Themen und Aufgaben beschäftigen und lernen. Sollte. Bekanntermaßen tut das ja nicht jeder.

Was also tun, wenn die Zeit bis zur Prüfung knapper wird und man nicht mehr alles lernen kann?
Man macht sich einen Spickzettel. Wer von euch hat sich noch nie einen gemacht? ... na klar... ;)

Wofür ist also ein Spickzettel da? Um das nicht gelernte zur hand zu haben. In einem anderen Beitrag werde ich auf ein paar erprobte Methoden eingehen. Jetzt erstmal dazu, wie man einen solchen Spicker aufbaut.

Man nehme ein leeres DIN A4 Blatt und schreibt alles das auf, was man meint nicht zu wissen. Das wird anfangs eine ganze Menge sein. Da ein großes DIN A4 Blatt aber in der Prüfung recht unschön und etwas zu offensichtlich ist, muss man den Zettel verkleinern. Demnach passt aber auch weniger Inhalt drauf. Also nimmt man ein DIN A5 Blatt und schreibt das auf, was man meint nicht zu wissen. Dabei ist es die Kunst, den vorherigen Zettel nochmal zu lesen. Dadurch stellt man fest, das man gewisse Themen ja doch weiß. Diese kann man dann getrost auf dem neuen Zettel weglassen.

Da ein DIN A5 Zettel aber immer noch zu groß ist, muss man wieder verkleinern. Also nimmt man ein neues, noch kleineres Blatt und notiert alles das auf, was man wirklich meint nicht zu wissen. Dazu liest man sich wieder beide Blätter durch und kürzt das, was man ja doch weiß.

Diese Schritte wiederholt man solange, bis ein wirklich kleiner Zettel übrig bleibt. Mit dem Wissen, was man meint, wirklich nicht zu wissen.
Irgendwann ist der Zettel dann so klein, das er bequem überall unsichtbar wird.


Nächster Beitrag: erprobte Methoden

Mittwoch, 25. Februar 2015

Musik und Französisch

Heute im Büro kamen wir zum Thema "Schule und Lehrer". Klar das ich meinen Sempf dazu geben musste. Es hat mich an meine Schulzeit erinnert. 7. Klasse Realschule. (oh mein Gott... jetzt wisst ihr es... was ich letzten Sommer getan habe).
Meine damalige Musiklehrerin war auch gleichzeitig meine Französichlehrerin. Ich habe freiwillig Französisch als zweite Fremdsprache gewählt. Auf dem Zeugnis hätte es nicht schaden, sondern nur nutzen können. Warum also nicht?

Das ich nach der dritten Klassenarbeit dann zu dem Schluss kam, dass ich es doch lieber sein lassen sollte, erwähne ich hier einfach mal nicht.
Vielleicht hat meine Lehrerin aber auch viel Schuld daran. Französisch ist eine tolle Sprache. Du kannst fluchen wie du willst und es hört sich für das ungeübte Ohr so an als ob du dir den Arsch mit Seide abwischst. Ich könnte es gerne...

Jedenfalls, mein Musikunterricht hatte mehrere Highlights. Eines davon war, dass wir die Lebensgeschichte von Mozart als Hörspiel auf einer LP (Schallplatte / LongPlayer) gehört haben. Für die unter euch, die nicht mehr wissen was eine LP ist, sei dieser Link ans Herz gelegt. Man kann auch sagen, es ist eine größere analoge CD.

Zusätzlich zu diesem ... ja...äh... Highlight? War ihr Benotungssystem. Bei einem Elternsprechtag sagte sie den Eltern folgendes "Ihr Sohn bekommt eine 4, weil ich ihn nicht mag". Das nenne ich mal objektive benotung. Mir wollte sie in Musik eine 5 geben, weil ich mich in Französisch nicht genug am Unterricht beteilige.

An dieser Schule waren mehrere solcher Lehrer. Ich habe dann bald die Schule gewechselt. Eine sehr gute Entscheidung von mir :)
Achja.. die 5 habe ich dann doch nicht bekommen. Es war schwer das zu rechtfertigen da ich im schriftlichen auf einer 2 stand ;)

Freitag, 14. November 2014

Lange Leitung (damals bis heute)

Ich nutze gerade ein paar Minuten freie Zeit im Büro bevor es zum nächsten Kundenauftrag geht. (und das am Freitag um 17Uhr...). Egal.. ich erinnere mich an eine Situation zu meiner Schulzeit.

Es war 9. oder 10. Klasse. Nach der Schule standen wir noch etwas vor der Schule (also vor dem Gebäude) und redeten miteinander. Wir waren ca. 8 Schüler. In dem Gespräch - worum es ging weiß ich nicht mehr - schweiften meine Gedanken etwas ab. Ich träumte ein wenig vor mir her und ließ die Gedanken schweben, kommen und gehen. Starrte ins Leere.

Irgendwann, nach ein paar Minuten kam ich wieder zu mir und lauschte den Worten der anderen. Was ich noch wahrnahm, waren Worte "... habe ich abgenommen". Irgendwie assoziierte ich mit diesen letzten Worten des Satzes einen alten Witz. Zugegeben, der Witz war damals schon sehr alt und nicht witzig. Dennoch warf ins allgemeine Wortgetümmel (basierend auf der letzten Aussage "...habe ich abgenommen": "Ja, meine Oma hat auch abgenommen ... (Pause) .... den Telefonhörer".

Allgemeine Schweigepause...

Jeder, der so eine Situation schonmal erlebt hat, in der ein denkbar schlechter und flacher Witz losgelassen wurde, kennt das. Aber ich hatte Glück... kaum jemand interessierte sich für diesen blödsinnigen Beitrag, der auch noch völlig aus dem Zusammenhang war.

Bis auf einer. Ein Klassenkamerad blickte mich an. Starrte mich an. Ich dachte nur "ok... der war nicht lustig... gehen wir zum nächsten Thema über" (was die anderen bereits auch taten und fleißig weiter über irgendwas sprachen).
Ich wurde unterdessen immer noch direkt aus zwei großen runden Augen angestarrt. Ich versuchte es zu ignorieren, doch es gelang mir nur teilweise. Meine Gedanken kreisten nur darum "jaha... ich habs verstanden... mein Spruch war nicht lustig.".

Nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren in der Tat 45 Sekunden) (nochmal in Zahlen: "45" und in Worten "Fünundvierzig" SEKUNDEN) die ich von dem Kerl angestarrt wurde platzte es endlich aus ihm heraus. Er verdrehte die Augen und lachte los. Hielt sich den Bauch vor Schmerzen und brüllte in einer Tour.
Alle drehten sich zu ihm um und guckten ihn völlig verwundert und baff an. Weil niemand einen Scherz in den letzten Sekunden des allgemeinen, weitergeführten Gesprächs gemacht hatte, wusste niemand, warum der eine Lacht.

Die Erklärung ist so simpel, dass sie sowohl blöd als auch komisch ist: er lachte über meinen ach so flachen Witz für 45 Sekunden (!!!) "meine Oma hat auch abgenommen .... den Telefonhörer".

Eine so lange Leitung hatte ich vorher noch nie gesehen. Es hat unbeschreibliche 45 Sekunden gedauert bis er den Witz verstanden hat. Wahnsinn!! (und dabei war dieser Witz so flach wie der Mount Platti auf Melmac (ALF - wikipedia)

Heute würde ich sagen, dieser blöde Spruch von damals gehört zu den Witzen, über die man 3x lacht:
1. wenn man ihn erzählt bekommt
2. wenn man ihn erklärt bekommt
3. nachts wenn man aufwacht und ihn verstanden hat

In diesem Sinne... gute das es inzwischen Funktelefone gibt.