Dienstag, 30. April 2013

Blamage?

Quelle: flickr.com
Der kurz bevorstehende NSU-Prozess schlägt ja im Vorfeld beachtliche Wellen. Zum einen wurden ausländische Medien nicht bzw. zu wenig berücksichtigt, zum anderen wurde der Verhandlungssaal auch als zu klein bewertet.

Die Masse an Medien (ingesamt ca. 325 verschiedene Unternehmen wie Zeitungen, Radio- und Fernsehanstalten) kann man nicht in dem Saal alle unterbringen. Generell gilt also: wer zuerst kommt hat Glück.
Auf Grund der "Nichtbeachtung" ausländischer Medien musste nun ein Weg gefunden werden, eine "vernünftige" und "gute" Lösung zu finden. Anstoß war die Klage von türkischen Medien.

Lösung = Losung

Wie findet man nun ein für alle Parteien gerechtes Verfahren? Man lost aus. Soweit waren wohl auch alle damit einverstanden. Und so kam es wie es kommen musste... überregionale Zeitungen wie die FAZ, TAZ, Die Welt und andere haben keinen festen Sitzplatz abbekommen und müssen somit draussen stehen. Andere Zeitschriften und nicht-regionale Radiosender bekamen aber einen Platz zugewiesen.

Ist das gerecht?
Man muss das leider mit "ja" beantworten. Denn durch das Losverfahren kann es jeden treffen.

Ist das sinnvoll?
Diese Frage muss aus meiner Sicht eindeutig mit "nein" beantwortet werden. Denn große überregionale Zeitungen und Medienanstalten, die sich mit diesem Prozess schon seit Monaten - wenn nicht seit Jahren - beschäftigen und auch in der Bevölkerung als anerkannte, sachliche Nachrichtendienste bekannt sind, sollte auf jeden Fall dabei sein.

Was nützt es uns, wenn im tiefsten Wald von deutschland ein Radiosender mit von der Partie ist, den eh nur eine Hand voll Einwohnern empfangen können.

Sicherlich, eine große Sache für diese Unternehem ist es allemal. Aber in einem solchen Prozess halte ich es für weniger angebracht.

Die entsprechenden Medienunternehmen prüfen nun, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt an dem Prozess live teilzunehmen. Es sollte - zumindest für die Medien - die Möglichkeit geben, die Verhandlung auf einer Videoleinwand verfolgen zu können.

Wieso man aber die Verhandlung generell nicht in einen größeren Saal verlegt ist immer noch unklar. Offiziell heißt es, daß dies aus organisatorischen Gründen nicht in der kurzen Zeit machbar wäre.

Aha.... wir werden es ja "sehen"...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen